“Die Vermessung der Welt”, Daniel Kehlmann
Nach “Ruhm” das zweite Buch das ich von ihm lese. Sehr schön geschrieben, die Geschichten, man kann es wohl Biographien nennen, von Alexander Humboldt, dem Weltenerforscher, und Gauß, dem Mathematiker. Ein wunderbar verflochtenes Bild einer Zeit des Aufbruchs, als die Welt noch voller Ungeheuer und Rätsel war. Nun denke ich nicht, dass die Welt heute nicht auch noch voll davon wäre, doch so vieles scheint heute einfach machbar, wenn man nur wolle. Damals war der Glaube an Ungeheuer und Wunder noch Bestandteil des Lebens, eine Reise voller Gefahren und lang. Heute heißt Gefahr bei einer Reise üblicherweise, dass der Flieger ausfallen könnte.
Ich habe es gerne gelesen. Wenngleich das Fehlen von direkter Rede, also den Hochkommatas bei derselben, das Lesen manchmal etwas holperig macht. Wer “spricht” gerade? Insbesondere auf den letzten Seiten, welche das endgültige Verweben der Sichtweisen der beiden Forscher zeigt, habe ich doch immer wieder mal zurücklesen müssen.
