“Macho-Man” von Moritz Netenjakob
“Macho-Man” von Moritz Netenjakob
Hm. Ja. Mit Freund Jürgen im Thalia in der Fußgängerzone gewesen und er meinte, diese Buch sei von einer Freundin wieder empfohlen worden. Klang auch recht interessant: Junger Mann, aufgewachsen in einem extrem “interlektuellen, tolleranten, aufgeklärten, emanzipierten” 68er Haushalt und dadurch zum einem echten Frauenrespektierer in allen Lebenslagen erzogen worden. Und die Wirren in seinem Leben, als er sich in eine Türkin verliebt und er sich nun in der so gegenteiligen macho-lastigen Welt der türkischen Männer behaupten muss.
Der ganze Witz des Buches basiert auf einer extrem überspitzen (oder etwa nicht) Darstellung jener Verwirrung eines Mannes, der vor lauter Tolleranz und Respekt überhaupt keine Männlichkeit (weil = respektlos gegen Frauen) leben kann.
Einerseits macht Netenjakob das sehr gut und ich, der ich ja nun auch ein wenig von diesem Aufwachsen abbekommen habe, kann alle Gedankengänge durchaus nachvollziehen. Andererseits wird genau jener Gag so oft bemüht, dass es dann schon wieder lästig wird.Ich habe einige Seiten einfach übersprungen nach einer gewissen Zeit.
Schön war dann aber das Ende und es hat mich ein wenig versöhnt. Dennoch, dieses Buch ist nicht ganz so witzig wie man es beim reinlesen vermuten möchte. Einfach zu viel des Gleichen.
