Kein Tag ohne Veränderung!

Archive for September 1st, 2009

“Macho-Man” von Moritz Netenjakob

posted by d. in Gelesen

“Macho-Man” von Moritz Netenjakob

Hm. Ja. Mit Freund Jürgen im Thalia in der Fußgängerzone gewesen und er meinte, diese Buch sei von einer Freundin wieder empfohlen worden. Klang auch recht interessant: Junger Mann, aufgewachsen in einem extrem “interlektuellen, tolleranten, aufgeklärten, emanzipierten” 68er Haushalt und dadurch zum einem echten Frauenrespektierer in allen Lebenslagen erzogen worden. Und die Wirren in seinem Leben, als er sich in eine Türkin verliebt und er sich nun in der so gegenteiligen macho-lastigen Welt der türkischen Männer behaupten muss.

Der ganze Witz des Buches basiert auf einer extrem überspitzen (oder etwa nicht) Darstellung jener Verwirrung eines Mannes, der vor lauter Tolleranz und Respekt überhaupt keine Männlichkeit (weil = respektlos gegen Frauen) leben kann.

Einerseits macht Netenjakob das sehr gut und ich, der ich ja nun auch ein wenig von diesem Aufwachsen abbekommen habe, kann alle Gedankengänge durchaus nachvollziehen. Andererseits wird genau jener Gag so oft bemüht, dass es dann schon wieder lästig wird.Ich habe einige Seiten einfach übersprungen nach einer gewissen Zeit.

Schön war dann aber das Ende und es hat mich ein wenig versöhnt. Dennoch, dieses Buch ist nicht ganz so witzig wie man es beim reinlesen vermuten möchte. Einfach zu viel des Gleichen.

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WOW, mal wieder tolles Kino!

posted by d. in Gesehen

Gestern Abend mit Freund Hartmut in “Inglorious Basterds” von Quentin Tarantino gewesen. Ein super Film. Auch mit Überlänge keine Sekunde zu lang gewesen.

Während Tarantino ja sonst durchaus ins Skurile abtaucht hat er es hier doch sehr weitgehend vermieden. Natürlich ist wieder jede Menge Gewalt zu sehen, aber auch hier hat sich etwas verändert: die Gewalt steht nicht mehr so im Vordergrund wie bei älteren Werken. Die Nazijagd durch eine Truppe jüdische-amerikanischer Soldaten wird durch zwei weitere Geschichten parallel begleitet. Die Flucht einer Jüdin vor einem Judenjäger und ihre Tarnung in einem Pariser Kino, sowie die Geschichte jenes Judenjägers.

Es endet dann wieder Tarantino-mäßig in einem Massengemetzel und tatsächlich: sowohl Hitler, als auch Goebbels, Heidrich und Bormann sterben am Schluß. Ich habe, so glaube ich, noch keinen in dieser Zeit angesetzten Kinofilm gesehen, in dem Hitler tatsächlich stirbt.

Was mich am meisten beeindruckt hat war die Schauspielerische Leistung von Christoph Waltz. Un-glaub-lich. Der deutsche Schauspieler hat Bard Pit ohne Probleme in die Bedeutungslosigkeit gespielt.

Wer also mit Tarantino etwas anfangen kann, und vor einigen doch recht brutalen Szenen nicht zurückschreckt, der sollte sich den Film unbedingt ansehen.

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