Krank
Ich werde heute mal Zuhause bleiben. Die Nacht war zwar ganz OK, aber ich habe wohl doch leichtes Fieber und der Hals hat sich auch schon verabschiedete. Das ist das erste Mal seit Jahren, dass ich wegen Krank nicht zur Arbeit gehe… komisch.
Ich werde heute mal Zuhause bleiben. Die Nacht war zwar ganz OK, aber ich habe wohl doch leichtes Fieber und der Hals hat sich auch schon verabschiedete. Das ist das erste Mal seit Jahren, dass ich wegen Krank nicht zur Arbeit gehe… komisch.
Nun ist also Westerwelle beleidigt. Und schlägt mit Stammtischparolen um sich, versucht den selben Trick wie schon mit der römischen Dekadenz: Polarisieren um jeden Preis.
Also mir ist der Preis jetzt schon zu hoch. Der Preis den Deutschland zahlt.
Ich mag den nicht mehr sehen. Ich fand ihn schon nicht wirklich prickelnd bevor er in die Regierungsmacht kam, und nun mag ich ihn überhaupt nicht mehr. Das ist kein Format wie ich es gerne als Vertreter für mein Land haben möchte. So billig ist nicht mehr gut. Das versucht Hänschen in die Hosen von Hans zu steigen und hat sich ordentlich übernommen, die Außenwirkung ist wirklich lausig.
Da können sich Westerwelle und von Guttenberg fröhlich die Hände reichen. Rumtönen alleine genügt eben nicht, gelegentlich muss doch noch saubere Arbeit geleistet werden.
Und wirklich: ich bin ja kein sehr politischer Mensch, aber das geht nun doch zu weit, hier kann von Kasperlestheater gesprochen werden.
Acht Stunden Fahrt, eine Stunde Gespräch.
In die Schweiz zu einem Vorstellungsgespräch gefahren, nachdem der Termin von München nach Zürich verlegt wurde. Auch gut, ist sogar kürzer für mich.
Das Unternehmen: Sehr großes, amerikanisches IT-Haus, zweites Gespräch, hoher Boss. Und hier atmet man “Ehrgeiz” in großer Menge; man ist stolz zu dokumentieren, dass nur die besten “Perfomer” ihre “Leadership inhouse” behaupten. Hart ist man, dafür gibt es aber auch Geld. Der Mann mir gegenüber hat gelernt. Er sieht mir die ganze Zeit in die Augen und ich halte den Blick. Unter dem Tisch, ich muss es bemerken, zucken seine Füße ständig. Dieses nervöse Wippen, ohne Unterlaß.
“Sind sie nicht zu alt um zu lernen?” Der Satz klingt bei mir nach. Vielleicht? Ich weiß es nicht…47 Jahre bin ich jetzt und, natürlich, fühle ich mich nicht alt. Doch wenn schon eine neuer Job, eine neue Aufgabe, dann suche ich auch nach mehr Sinn dabei. Nur um des Ehrgeizes Willen, des Geldes Willen, suche ich keine Arbeit.
Ich möchte kein Magengeschwür, ich suche nicht nach einem Herzinfarkt. Was nicht heißt, dass Herausforderung in der Arbeit nicht notwendig ist. Wie immer die Frage: zu welchem Preis.
Mal sehen was daraus wird.
Und heute, um 11, etwas ganz Anderes: Ich besuche die Bahnhofsmission in Mannheim.
just a normal day